Eine Linie zu zeichnen bedeutet, etwas zu unterstreichen oder etwas zurückzuweisen. Die Linie ist die Bekräftigung deines Raumes, die Definition deiner Existenz. Eine Linie zu ziehen heißt, das Nichts und den Tod wegzudrängen, sich zu widersetzen. Es heißt, ich bin unüberwindbar, ich bezwinge das Schicksal, es heißt, ich bin, ich liebe, es heißt, ich hoffe.“

Patrick Vernon

 

Patrick Vernon wird 1958 in Saintes (Charente-Maritime) in Frankreich geboren, wo er seine Kindheit und Jugend verbringt. Er beginnt früh zu zeichnen und nimmt nach dem Abitur ein Studium der Bildhauerei an der Universität Bordeaux 3 auf, welches er nach einiger Zeit wieder aufgibt.

1981 geht er nach London und Berlin, 1983 nach Paris und ab 1990 lebt er in Madrid. Feinsinnig und verletzlich, verachtet er jede Form von gesellschaftlicher Konvention und Einflussnahme.

Im Spätsommer 1997 verspürt er Empfindungsstörungen in einem Bein und kurze Zeit später auch in einem Arm. Ratlose Ärzte konfrontieren ihn mit unterschiedlichen Vermutungen bis schließlich ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) diagnostiziert wird. Ab dem Frühjahr 1998 lebt er, auf den Rollstuhl angewiesen, in einem Pflegeheim in Madrid. Er stirbt am 13. Juni 1998 in einer Spezialklinik in der Nähe von Toulouse.